Die wahre Bilanz: Der Alternative Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG

Seit mehr als einem Jahrzehnt legt Bahn für Alle den Alternativen Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG vor und stört damit die Sektlaune, welche die DB AG jährlich auf ihren Bilanzpressekonferenzen zu verbreiten versucht. Bahn für Alle hinterfragt die Zahlen und deckt auf, wo es nicht rund läuft.

Halbjahresbilanz 2020: Ein auch selbst verschuldetes Desaster

Das am 30. Juli 2020 vorgestellte Halbjahresergebnis der Deutschen Bahn AG ist ein Desaster. Es läuft darauf hinaus, dass im gesamten laufenden Jahr 2020 ein Rekordverlust in Höhe von 5 Milliarden Euro eingefahren wird (FAZ vom 29.7.). Der Schuldenberg der DB wird allein 2020 von 25 auf gut 30 Milliarden Euro gesteigert. Einen vergleichbaren Verlust hat die Deutsche Bundesbahn auch in den schlechtesten Jahren ihrer Existenz nicht eingefahren.

In einer Pressemeldung und einem Hintergrundpapier kommentiert das Bündnis Bahn für alle die Halbjahresbilanz der DB AG 2020 und stellt Forderungen auf.

Bilanz 2018: 25 Jahre Deutsche Bahn AG

Alternativer Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG 2018

Die 25. Geburtstagsfeier der Deutschen Bahn am 5. Januar 2019 fiel ausgesprochen dezent aus. Offensichtlich ahnte die aktuelle Führung der Deutschen Bahn, dass Eigenlob an diesem Tag auf Kritik, wenn nicht gar Häme gestoßen wäre. Am 27. März 2019 zog Bahn für Alle Bilanz zu 25 Jahren Deutsche Bahn AG und legte den „Alternativen Geschäftsbericht der Deutschen Bahn 2018“ vor (siehe auch hier). Download des Alternativen Geschäftsberichts 2018

Bilanz 2017: Millionen für Grubes Flucht aus der Verantwortung

Alternativer Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG 2017

Top-Personen im Bahn-Management können immer wieder in Verbindung gebracht werden mit Interessen von Verkehrsbereichen, die in Konkurrenz zur Schiene stehen. Das ist aus unserer Sicht nicht akzeptabel, da damit die Entwicklung eines effizienten und nachhaltigen Schienenverkehrs ausgebremst werden kann. Zumindest gilt, dass damit zukunftsfähiger Schienenverkehr nicht optimal organisiert wird. Im am 22. März 2018 vorgelegten „Alternativen Geschäftsbericht der Deutschen Bahn 2017“, unserer elften kritischen DB-Jahresbilanz, widmen wir uns unter anderem den Personalfragen des Konzerns. Download des Alternativen Geschäftsberichts 2017

Bilanz 2016: Für einen Neuanfang an der Spitze der Deutschen Bahn AG

Alternativer Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG 2016

Die Bilanz der Deutschen Bahn 2016: enorme personelle Verluste und eine anhaltende Krise. Dass es 2016 wieder einen Gewinn gab, sagt im Grunde wenig aus in einem Unternehmen, in das pro Jahr mehr als acht Milliarden Euro an staatlichen Unterstützungszahlungen fließen. Hieß es nicht bis zum Herbst 2016, nur mit einer Teilprivatisierung von Schenker und Arriva habe die DB eine Zukunft? Das Projekt wurde abgesagt. Und Bundesverkehrsminister Dobrindt entdeckte 2,4 Milliarden Euro, die er der DB nun auf unterschiedlichen Wegen zukommen ließ. Um acht Wochen darauf den Nachtzug einzustellen, weil es 40 Millionen Euro Verluste gab. Grotesk, fürwahr! Siehe auch unsere Pressemitteilung vom 22. März 2017. Download des Alternativen Geschäftsberichts 2016

Bilanz 2015: Der Deutschen Bahn AG fehlt Eisenbahn-Verstand an der Konzernspitze

Alternativer Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG 2015

Die Deutsche Bahn AG wird zur Bilanzpressekonferenz am 16. März 2016 für das Geschäftsjahr 2015 erstmals wieder einen Verlust ausweisen, und der fällt gleich happig aus: 1,3 Milliarden Euro waren es zur Sitzung des Aufsichtsrates im Dezember. Der Konzern ist in einer tiefen Krise. 1994 wurden Bundesbahn und Reichsbahn auf Staatskosten entschuldet und als bundeseigene AG privatrechtlich verfasst. Die hat inzwischen 20 Milliarden Euro neue Schulden angehäuft und bekommt für Regionalverkehr und Infrastruktur nicht weniger Zuschüsse als ihre öffentlich-rechtlichen Vorläufer. Von volkswirtschaftlicher Effizienz durch privatrechtliche Verfassung kann also nicht die Rede sein. Seit Sommer 2015 spricht Grube von einem Konzernumbau. Hinter dem »Umbau« verbirgt sich allerdings ein weiterer Abbau von Schienenverkehr. Bahn für Alle hat am 14. März 2016 den „Alternativen Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG 2015“ vorgelegt. Download des Alternativen Geschäftsberichts 2015

Bilanz 2014: Grube verabschiedet sich vom Brot- und Buttergeschäft der Bahn

Alternativer Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG 2014

Rüdiger Grube hat den Schienenverkehr im Inland als Brot- und Buttergeschäft der DB AG der internationalen Expansion und dem Logistikgeschäft auf der Straße und in der Luft preisgegeben, zieht Bahn für Alle Bilanz für das DB-Jahr 2014. In der Ära Grube realisiert die DB AG erstmals den größeren Teil ihres Umsatzes im Nicht-Schiene-Bereich. Mit Butterstullen erinnern die Aktiven von Bahn für Alle am Tag der DB-Bilanzpressekonferenz Rüdiger Grube an sein Versprechen bei Amtsantritt vor sechs Jahren, statt Privatisierungskurs wieder dem „Brot- und Buttergeschäft“ der DB AG Vorrang zu geben. Bahn für Alle veröffentlicht am 19. März 2015 den „Alternativen Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG 2014“. Download des Alternativen Geschäftsberichts 2015

Bilanz 2013: 20 Jahre falsche Privatisierungspolitik rächen sich

Alternativer Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG 2013

Das Bündnis Bahn für Alle hat wie in den Vorjahren einen „Alternativen Geschäftsbericht der DB AG 2013“ erstellt, der die Geschäftspolitik kritisch unter die Lupe nimmt. Der Gewinn ist im vergangenen Jahr um die Hälfte gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Erneut ist der bescheidene Gewinn überwiegend aus Steuermitteln finanziert. Die DB AG scheitert als globaler Logistiker, sie hält trotz milliardenschwerer, staatlicher Zuschüsse das Netz nicht instand und muss nicht nur in Mainz dringend mehr echte Bahnerinnen und Bahner einstellen. Das Bündnis Bahn für Alle protestiert am Tag der DB-Bilanzpressekonferenz, dem 27. März 2014, vor der Zentrale der DB Mobility Logistics im Frankfurter Bankenviertel für eine bessere Bahn unter demokratischer Kontrolle. Download des Alternativen Geschäftsberichts 2013

Bilanz 2012: Adam Riese zu Rüdiger Grube: Fünf minus – setzen!

Alternativer Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG 2012

Mit der Veröffentlichung des „Alternativen Geschäftsberichts Deutsche Bahn AG 2012“ am 21. März 2013 durch unser Bündnis Bahn für Alle und mit der maßgeblichen Beteiligung an dem Buch „Empört Euch – weiter! Neue Argumente gegen Stuttgart 21“ hat das Bündnis Bahn für Alle wohl den größten Erfolg seit dem Stopp des Börsengangs 2008 erzielt. Wir konnten damit eindrucksvoll unterstreichen, wie wichtig und wirksam die weitere Arbeit des Bündnisses Bahn für Alle ist. Der Bericht erschien als taz-Beilage und zusätzlich in einer Auflage von 50.000 Exemplaren. Download des Alternativen Geschäftsberichts 2012

Bilanz 2011: Ohne staatliche Zuschüsse 6 Milliarden Euro Verlust

Alternativer Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG 2011

Der „Alternativer Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG 2011 zeigt, dass die DB AG ihre Bilanz beschönigt und Schwierigkeiten verschleiert. Die erzielten Gewinne gingen mit Einschränkungen in der Qualität des Bahnbetriebs für die Kunden einher. Nimmt man nur die staatlichen Zuschüsse, die in DB Regio und DB Netz fließen, dann verwandelt sich der Jahresgewinn 2011 von 2,31 Milliarden Euro in einen Verlust von mehr als 6 Milliarden Euro. Wie hoch der von der DB ausgewiesene Gewinn ist, hängt vor allem von diversen Buchungstricks ab. Bahn für Alle ging mit seinen Zahlen am 29. März 2012 an die Presse. Download des Alternativen Geschäftsberichts 2011

Bilanz 2010: Was Rüdiger Grube lieber verschweigt

Alternativer Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG 2010

Die offizielle Bilanz der Deutschen Bahn AG für das Jahr 2010 weist wie seit vielen Jahren glänzende Zahlen auf. Hinsichtlich der 2010er Ergebnisse heißt es: Die Krise sei überwunden; man gehe sogar gestärkt aus derselben hervor. Wir kennen das alles. Bahn für Alle möchte allerdings mit dem „Alternativer Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG 2010“ dazu ermutigen, nicht nur die schönen Grafiken anzuschauen, die auf der Jahresbilanz-Pressekonferenz der Deutschen Bahn AG präsentiert werden, sondern auch darüber nachzudenken, wie diese Zahlen eigentlich zustande kommen und was sie für den täglichen Bahnbetrieb – für die Fahrgäste, für die Beschäftigten – bedeuten. Fazit von Bahn für Alle vom 31. März 2011: Die Substanz der Bahn leidet weiterhin aufgrund der verminderten Investitionen und des Fahrens auf Verschleiß. Der Alternative Geschäftsbericht erschien im Sommer 2011 auch als Lunapark21-Sonderheft auf 64 Seiten. Infos zum Inhalt des Lunapark-Heftes gibt es hier. Das Heft kann noch bestellt werden im Webshop der Grünen Liga unter der Artikel-Nr. B-VE012.
Download des Alternativen Geschäftsberichts 2010

Bilanz 2007: Gewinne auf Kosten von Kunden und Bürgern

Alternativer Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG 2007

„Die wahre Bilanz der Deutschen Bahn AG 2007“ sieht anders aus als von Hartmut Mehdorn vorgelegt: Sie ist im Sinne des Eigentümers Bund, im Sinne der Kunden und im Sinne des Bahnverkehrs negativ“, so Bahn für Alle in einer Pressemeldung am 31. März 2008. Aktivist*innen von Bahn für Alle zeigten vor der Bilanzpressekonferenz der DB AG, dass die positiven Bilanzzahlen bei genauerem Hinsehen wie Luftballons platzen. Als Investoren verkleidete Demonstranten zogen aus einer von Hartmut Mehdorn gehaltenen Bilanzkiste Schautafeln, die darstellen, dass die DB AG Strecken und Arbeitsplätze abgebaut, aber Preise, Vorstandsgehälter und die Zahl der Langsamfahrstellen erhöht hat. Download des Alternativen Geschäftsberichts 2007

Bilanz 2006: Zustand rot – Zahlen schwarz

Alternativer Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG 2006

Das Bündnis Bahn für Alle hat am 29. März 2007 die Bahnbilanz 2006 von Bahnchef Hartmut Mehdorn scharf kritisiert und eine Gegenbilanz aufgemacht. Darin belegt das Bündnis, dass die Bahn ihre Gewinne auf Kosten von Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern, Bahn-Beschäftigten und Klimaschutz eingefahren hat. Zieht man die staatlichen Zuschüsse für Schieneninfrastruktur und Nahverkehr von rund acht Milliarden Euro ab, so wird aus dem angeblich dicken Plus in 2006 ein dickes Minus. Diese Zuschüsse im gesellschaftlichen Interesse dürfen nicht zum Gewinn von Investoren werden.