Bürgerbahn statt Börsenwahn (BsB)

BsB ist ein Kreis von Bahnfachleuten mit großer verkehrspolitischer Expertise und Leidenschaft für die Bahn. BsB wurde im Jahr 2000 gegründet im Widerstand gegen den Börsengang der Deutschen Bahn AG und die Abschaffung des InterRegio(IR)-Zugsystems.

BSB fordert:

  • eine Flächenbahn, die im Personen- und Güterverkehr wieder das Verkehrsmittel erster Wahl wird,
  • den Stopp spekulationsgetriebener Großprojekte, die dem Gesamtsystem Schiene schaden; dazu gehören Hochgeschwindigkeitsstrecken und Bahnhofsprojekte wie in Stuttgart (S21), Hamburg (Diebsteich), Frankfurt (Citytunnel) und München (2. S-Bahn-Tunnel),
  • einen integralen Taktfahrplan – den „Deutschlandtakt“ – bei Verzicht auf kostspielige, über-dimensionierte und oft kontraproduktive Höchstgeschwindigkeitsstrecken und Großprojekte,
  • eine durchgängige Elektrifizierung des deutschen Schienennetzes und als Zwischenlösung den Ersatz des Diesel-Betriebs im Regionalbahnbereich durch moderne akkubasierte Elektrotriebwagen,
  • eine Netzerweiterung von gegenwärtig 33.000 auf mindestens 40.000 Kilometer, Reaktivierung stillgelegter Schienenstrecken, den kapazitätssteigernden Ausbau aller Engpass-Strecken und überlasteten Bahnknoten, Ausbau zur Mehrgleisigkeit, Wiederherstellung von Überholgleisen und Gleisanschlüssen,
  • den Ausbau von S-Bahn-Systemen rund um alle Groß- und Mittelstädte mit neuen Fahrzeugen und vielen neuen Haltepunkten gemäß der aktuellen Siedlungsentwicklung,
  • ein Fernverkehrsgesetz als Basis für vom Bund bestellte Fernverkehrsverbindungen und ein IR-Nachfolgesystem, das alle Ober- und Mittelzentren sowie Urlaubsregionen mindestens im Stundentakt anbindet,
  • ein Nachtzugsystem, das den innereuropäischen Flugverkehr weitgehend überflüssig macht,
  • ein einheitliches, übersichtliches und durchgängiges Fahrpreissystem mit Schwergewicht auf preisgünstigen und Leistungs-erweiterten Abo-Angeboten (BahnCards) sowie
  • eine Gesamtverkehrsplanung des Bundes mit zentraler Aufgabenzuschreibung für den Schienenverkehr.

Das BsB-Programm hat unser langjähriges Mitglied Peter Conradi beim SPD-Parteitag 2007 auf den Punkt gebracht:

„Die Bahn gehört auf die Schiene und nicht an die Börse.“

In diesem Sinn fordern wir Integration statt Zerschlagung, Kundennähe statt Kommerz, Bürgernähe statt Manager-Boni – kurz: eine flächendeckende, dem Gemeinwohl dienende Bahn in öffentlichem Eigentum.

Mitglieder bei Bürgerbahn statt Börsenbahn (BsB) sind: Prof. Karl-Dieter Bodack  (Gröbenzell) / Thilo  Böhmer (Rodgau) / Dr. Christoph Engelhardt (Garching / München) / Klaus Gietinger (Saarbrücken) / Eberhard Happe (Celle) / Joachim Holstein (Hamburg) / Johannes Hauber (Mannheim) / Prof. Wolfgang  Hesse (München) / Andreas Kegreiß (Stuttgart) / Andreas Kleber (Schorndorf) / Dr. Bernhard  Knierim (Werder/Havel) / Karl-Heinz Ludewig (Berlin) / Thomas Kraft (Lahnau) / Prof. Heiner Monheim (Malente) / Dr. Winfried Wolf (Michendorf)

Prof. Heiner Monheim

Heiner Monheim,  www.heinermonheim.de, * 7.5.1946, em. Professor Raumentwicklung und Landesplanung an der Universität Trier, Verkehrs- und Stadtplaner, Mitinhaber von raumkom Institut für Raumentwicklung und Kommunikation Trier, www.raumkom.de. Über 50 Jahre Erfahrung in Raumordnung, Städtebau, Verkehr (Fuß- und Radverkehr, öffentlicher Verkehr, Bahnverkehr) auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene. Gründungsmitglied der Initative für eine bessere Bahn IfbB 1993, VCD 1986, BsB 2000. Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher zu Verkehrsthemen (u.a. Straßen für Alle, 1991;  Zukunft der Bahn, 2004; Raum für Zukunft, 2007; Wege zur Fahrradstadt, 2017;  Wege zur Fußgängerstadt, 2018, ausführliche Liste auf der Homepage). Engagierter Kämpfer gegen wahnsinnige Großprojekte der Hochgeschwindigkeit und Bahnhofsspekulation, Konzeptentwickler einer Flächenbahn mit vielen Raeaktivierungen und einer starken regionalisierten Güterbahn; Verfechter einer Renaissance der Nachtzüge europaweit und einer Rückkehr des IR-Systems mit Anbindung aller Mittel- und Oberzentren und aller Tourismusregionen.

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