Rundbrief Ausgabe 72 // 20. November 2025

Zukunftsbahn: Schluss mit dem Gewurschtel

Liebe Freundinnen und Freunde der Bahn,

die neue Bahnchefin Evelyn Palla gesteht ein, dass nur noch jeder zweite Fernzug pünktlich ist. Und dass das auch nächstes Jahr nicht besser wird. Grund: Die Infrastruktur ist marode. Und das Desasterprojekt Stuttgart 21 wird auch nicht 2026 fertig. Was soll das bedeuten – die Bahn ist schlecht, aber wenigstens ehrlich? Wir finden: nicht ehrlich genug. Was fehlt, ist das Eingeständnis, dass das Streben nach Gewinnmaximierung und Entscheidungen nach Gutsherrenart die Bahn so kaputt gemacht haben. Und dass es nicht besser wird, solange diese Prinzipien gelten.

Daher fragen wir: Will diese Regierung in Sachen Mobilität Veränderungen einleiten? Oder werden CDU/CSU und SPD unter Friedrich Merz einfach weiterwurschteln? Die "Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene" von Verkehrsminister Patrick Schnieder greift zu kurz. Die erfreuliche Nachricht ist: Es gibt gute Ideen. Vielleicht noch nicht in der Regierung, aber in der Zivilgesellschaft auf jeden Fall. So haben zum Beispiel wir das Konzept "Eine Zukunftsbahn für alle" erarbeitet. In siebzig konkreten Vorschlägen zeigen wir, wie die Bahn zuverlässig und preisgünstig werden kann, auch für Güter. Helfen Sie mit Ihrer Spende, die Idee der Zukunftsbahn bekannt zu machen!

Hier einige unserer Lösungsvorschläge für die Zukunftsbahn: die ganze Bahn gemeinnützig statt Gewinnmaximierung * Umleitung der Subventionierung von Auto, Lkw und Flugzeug zur Bahn * günstige Fahrscheine in einem einfachen Preissystem, das auf einen Bierdeckel passt * mehr Kapazität durch Weichen zum Gleiswechsel, Überholgleise, Engpassbeseitigung * Verzicht auf Großprojekte, dafür viele kleine Ausbauten für eine Flächenbahn * kluge Instandsetzung * mehr Zugverbindungen * Nachtzüge, InterRegios * viel mehr Beschäftigte, gute Arbeitsbedingungen.

Unsere Vorschläge zur Zukunftsbahn wollen wir möglichst breit diskutieren. Damit haben wir am 10. November in einer Podiumsdiskussion begonnen. Unsere Gäste auf dem Podium waren Vertreter aus dem Verkehrsministerium und von der Deutschen Bahn AG sowie zwei Bundestagsabgeordnete.
Doch wir planen mehr: Mini-Videos, Postkarten und Aktionsmaterialien, Fachbeiträge, Plakate mit der Zukunftsbahn-Zeichnung unseres Illustrators, öffentliche Aktionen, Zeitungsbeilagen. Ohne Druck aus der Zivilgesellschaft wird die Debatte nicht Fahrt aufnehmen. Unterstützen Sie finanziell, eine Wende für die Bahn einzufordern. Setzen Sie sich mit uns für eine zuverlässige und komfortable gemeinnützige Flächenbahn ein.

Herzlich grüßen
für das Bündnis Bahn für Alle

Katrin Kusche | Carl Waßmuth

PS: Der Trägerverein von Bahn für Alle ist Gemeingut in BürgerInnenhand  (GiB) e. V. Bitte beachten Sie, dass Sie bei Spenden immer das Kennwort "Spende Bahn für Alle" angeben, damit die Zuwendung korrekt zugeordnet werden kann. Gemeingut in BürgerInnenhand ist als gemeinnützig anerkannt, für Spenden und Mitgliedsbeiträge stellt der Verein im Februar des Folgejahres Zuwendungsbestätigungen aus.

PPS: Wer noch vor dem 31. Dezember Fördermitglied von Bahn für Alle wird, bekommt gratis das Buch "Anschluss verpasst. Die Krise der deutschen Bahn" mit einer Widmung des Autors Johann-Günther König. Kennwort beim Überweisen oder per Mail an info@bahn-fuer-alle.de: "Fördermitgliedschaft Bahn für Alle".

DIE ARBEIT VON BAHN FÜR ALLE UNTERSTÜTZEN

Trägerorganisation des Bündnisses Bahn für Alle ist das Mitglied Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) e.V. Spenden erreichen uns über folgendes Konto per Überweisung bzw. über das Onlineformular (unbedingt Kennwort angeben: Spende Bahn für Alle).

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